Kleingartenverein "Am Sophienbad" e.V.
 
Gartenordnung
 

G A R T E N O R D N U N G

1. Kleingärtnerische Nutzung
1.1 Der Kleingarten ist ausschließlich kleingärtnerisch zu nutzen. Er ist so einzurichten, dass die Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf und die Erholungsfunktion in einem ausgewogenem Verhältnis zueinander stehen. Dabei sollen nachteilige Auswirkungen auf die Nachbarkulturen vermieden werden. Einseitige Kulturen sind nicht erlaubt. Grundsätzlich zugelassen sind Obst- und Gemüsekulturen, sowie Ziergehölze, Blumen, Blumenwiesen und Rasen.
1.2. Der Kleingarten darf nur vom Pächter und zu seinem Haushalt gehörenden Personen bewirtschaftet werden. Zeitlich begründete Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Vorstandes.
1.3. Der Kleingarten darf nicht brach liegen oder verwildern.
2. Anpflanzungen
2.1. Bei den Anpflanzungen an Gehölzen sind nachteilige oder behindernde Auswirkungen auf die Nachbargärten zu vermeiden. Die Obstbäume dürfen nur in einem Abstand von mindestens 2,50 m voneinander gepflanzt werden. Bei Kirschbäumen beträgt der Abstand 4m. Eine Aufstellung dazu gibt es als Anhang vom Landesverband für Kleingartenanlagen.
2.2. Die vor dem 03.10.1990 gepflanzten Bäume und Sträucher, die nach den VKSK – Richtlinien angepflanzt wurden, genießen Bestandsschutz.
2.3. Wurzeln, Äste und Zweige, die störend oder schädigend in Nachbargärten oder Gartenwege hineinragen, sind auf Verlangen des Nachbars oder des Vereinsvorstandes zu beseitigen.
2.4. Laub- und Nadelbäume der freien Natur, Walnussbäume, Zierbäume und baumartige Nadelgehölze dürfen nicht angepflanzt werden.
Als Ausnahme gilt die Einschränkung des Punktes 2.2.
3. Naturnahe Bewirtschaftung
3.1. Alle Gartenpflanzen und Bäume sind gesund zu erhalten. Zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten dürfen nur aufeinander abgestimmte und miteinander verträgliche und umweltverträgliche Verfahren im Sinne eines ökologischen Pflanzenschutzes angewendet werden.
3.2. Ein grundsätzlicher Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel wird angestrebt. Der Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln sollte auf das notwendige Maß reduziert werden.
3.3. Es wird erwartet, dass zum Schutz der Vögel, der Igel und andere Nützlinge geeignete Nistgelegenheiten, sowie Futter- und Wasserplätze geschaffen werden. Der Formschnitt an den Hecken darf vor dem 01.04. des Jahres bzw. nach dem 20.06. des Jahres vorgenommen werden.
4. Tierhaltung
4.1. Tiere dürfen nur mit Zustimmung des Vorstandes gehalten werden.
4.2. Mitgebrachte Hunde sind in der Gartenanlage an der Leine zu führen und im Garten unter Aufsicht zu halten. Sie dürfen die Nachbarn nicht belästigen.
4.3. Verunreinigungen durch Hunde auf den Wegen und in den Anlagen sind von den jeweiligen Hundehaltern unverzüglich zu beseitigen.
5. Einfriedungen
5.1. Die Außeneinfriedungen sind in einem guten Zustand zu erhalten.
5.2. Außenheckeneinfriedungen dürfen nicht höher als 1,80 m sein. Heckeneinfriedungen
(Wegehecken) innerhalb der Anlage dürfen nicht höher als 1,60 m sein und zwischen den einzelnen Parzellen nicht höher als 1,20 m.
Die Vorstände haben das Recht, nach Absprache mit dem Verband der Gartenfreunde Zeulenroda e.V. andere Höhen festzulegen.
6. Errichten von Baulichkeiten und Zustimmungsverfahren
6.1. Grundlage zur Verteilung der Zustimmung bilden die Bestimmungen des BKleinGg. Für die Errichtung von Gartenlauben gilt § 3 des Bundeskleingartengesetzes.
6.2. Der beabsichtigte Bau einer Gartenlaube oder die beabsichtigte bauliche Erweiterung einer bereits bestehenden Gartenlaube, ist schriftlich bei dem zuständigen Vorstand zu beantragen. Mit dem Bauantrag ist ein Lageplan der Parzelle, in dem der beabsichtigte Aufstellungsort der Gartenlaube und deren äußere Abmaße ersichtlich sind, vorzulegen. Die Gesamtgröße der Laube darf 24 m² , einschließlich überdachtem Freisitz, nicht überschreiten.
Durch einen späteren Anbau an die Gartenlaube oder das Anfügen einer Überdachung darf die nach § 3 BKleinGg. genannte Gesamtgröße der Baulichkeit von maximal 24 m2 Grundfläche, einschließlich überdachtem Freisitz, ebenfalls nicht überschritten werden.
6.3. Mit dem Bau einer Gartenlaube bzw. eines Anbaues an eine bereits bestehende Gartenlaube darf erst begonnen werden, wenn eine durch den zuständigen Verein erteilte schriftliche Zustimmung vorliegt. Nach Fertigstellung des Rohbaues, sowie des Ausbaues, kontrolliert der Vereinsvorstand die Übereinstimmung zwischen tatsächlicher Bauausführung und Zustimmungsunterlagen. Festgestellte Abweichungen sind durch bauliche Umgestaltung zu korrigieren.
6.4. Bei der Errichtung oder Erweiterung einer Gartenlaube sind die nachbarrechtlichen Bestimmungen des Thüringer Nachbarrechtsgesetzes vom 22.12.1992 in seiner jeweils aktuellen Fassung gegenüber den angrenzenden, nicht mehr zum Pachtgelände gehörenden Grundstücken zu beachten (Nachbargrundstücke). Im Hinblick auf die Beachtung von Abstandsflächen zu Nachbargartenparzellen innerhalb des Geländes der Kleingartenanlage gelten die Festlegungen dieser Rahmenkleingartenordnung.
6.5. Die Laube hat entsprechend den Bestimmungen des § 3 BkleingG der kleingärtnerischen Nutzung der Parzelle zu dienen und kann nach ihrer Beschaffenheit dem zeitweiligen Aufenthalt des Kleingärtners und seiner Familie dienen. Ständiges Wohnen in der Laube ist nicht erlaubt. Ihre Ausstattung darf von daher auch nicht für ein dauerndes Wohnen geeignet sein. Das Installieren von Heizeinrichtungen ist in der Gartenlaube nicht gestattet.
6.6. Bestandsgeschützte Lauben im Sinne des § 20 a Nr. 7 des BkleingG können unverändert genutzt werden. Der Bestandsschutz bleibt bei Pächterwechsel erhalten. Wird eine Gartenlaube verändert oder ein anderes Gebäude abgerissen bzw. zerstört, erlischt der Bestandsschutz.
6.7. Partyzelte, Badebecken, Teiche (Feuchtbiotope), gemauerter Grill und andere Baulichkeiten Nach schriftlicher Zustimmung des zuständigen Vorstandes zu Größe und genauer Lage auf der Gartenparzelle kann der Pächter unter Berücksichtigung folgender Maßgaben Baulichkeiten errichten.
Gartennachbarn sollen vor einer etwaigen Zustimmungserteilung angehört werden.
- Ein Partyzelt bis maximal 12 m2 Grundfläche ohne feste Bodenplatte kann über die Sommersaison aufgestellt werden.
- Ein transportables Badebecken, das nicht fest mit dem Boden verbunden ist bzw. nicht auf einer gegründeten Betonfläche steht, kann in einer Größe von 3,60 m Durchmesser und maximaler Wandhöhe von 90 cm eingerichtet werden. Das ganz oder teilweise Eingraben von transportablen Badebecken ist nicht erlaubt.
- Ein künstlicher Teich kann bis zu einer Größe von 4 m2 mit flachem Randbereich als Feuchtbiotop gestattet werden.
- Die Errichtung eines gemauerten Grills ist bis zu einer Grundfläche von1,00 m x 0,80 m und einer Maximalhöhe 2,50 m zustimmungsfähig.
- Ein Kleingewächshaus kann bis zu einer Größe von 12 m2 Grundfläche errichtet werden. Die Nutzung hat ausschließlich zum Anbau von Gartenbaukulturen zu erfolgen.
- Auch für andere, nicht ausdrücklich vorerwähnte Baulichkeiten besteht die Verpflichtung, vor deren Aufstellung eine schriftliche Zustimmung des zuständigen Vorstandes, die auch die Größe und die Lage des beabsichtigten Bauwerkes
innerhalb der Gartenparzelle beschreibt, einzuholen.
6.8. Nicht genehmigte bzw. nicht bestandsgeschützte Baulichkeiten sind zu entfernen.
6.9. Der Grenzabstand zu den Nachbargärten muss mindesten 3,00 m betragen. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Vereinsvorstandes.
Als Ausnahmen zu diesen Festlegungen gelten die im Punkt 2.2 geregelten Sonderfälle.
7. Wegbenutzung und Sauberhaltung
7.1. Die Wegeflächen in den Kleingartenanlagen sind von den anliegenden Pächtern sauber zu halten. Der Verein ist für die ordnungsgemäße und fachgerechte Unterhaltung aller der Gemeinschaft dienenden Anlagen und Einrichtungen verantwortlich.
7.2. Das Befahren der Wege mit Kraftfahrzeugen, Mopeds und Mofas ist nicht erlaubt. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Vereinsvorstandes.
7.3. Kraftfahrzeuge, Anhänger und Wohnwagen dürfen nicht in den Gärten oder auf den Wegen bzw. in der Anlage abgestellt oder gewaschen werden.
8. Abfallverwertung
8.1. Pflanzenabfälle sind zu kompostieren.
8.2. Holzabfälle sind entweder zu schreddern oder ordnungsgemäß zu beseitigen. Dies trifft auch auf die nicht verrottbaren Abfälle (Schrott, Bauschutt etc.) zu.
8.3. Bei allen Dingen der Abfallverwertung gelten die Bestimmungen des Thüringer Abfallgesetzes.
9. Allgemeine Ordnung
9.1. Die der gemeinschaftlichen Nutzung dienenden Anlagen und Einrichtungen sind schonend zu behandeln. Jeder Kleingärtner ist verpflichtet, die durch ihn und seine Angehörigen verursachten Schäden zu ersetzen.
9.2. Es ist alles zu vermeiden, was die Ruhe und die Sicherheit in der Kleingartenanlage stört oder beeinträchtigt. Das Hören von elektronischen Geräten, wie Fernseher, Radio etc. sind nur in Zimmerlautstärke gestattet.
9.3. Es gelten folgende absolute Ruhezeiten:
Wochentags: ab: 22.00 Uhr
Samstag: von: 13.00 Uhr bis: 14.00 Uhr und nach: 20.00 Uhr
Sonntag / Feiertag: ganztägig
Diese absoluten Ruhezeiten gelten während der Kleingartenzeit und wenn außerhalb dieser Zeiten Nachbarn gestört werden.
Ausnahmen (z.B. Geburtstagsfeiern, etc.) sind beim Vorstand schriftlich zu beantragen.
Jedes Mitglied ist für anfallende Kosten der GEBÜHRENEINZUGSZENTRALE DER ÖFFENTLICH- RECHTLICHEN RUNDFUNKANSTALTEN IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (GEZ) selbst verantwortlich.
9.4 Der Vereinsvorstand ist im Rahmen der Vereinssatzung und dieser Gartenordnung weisungsberechtigt.
9.5. Verstöße gegen die Gartenordnung, die nach schriftlicher Aufforderung nicht behoben werden, können zur Kündigung des Pachtvertrages führen.
9.6. Jeder Kleingärtner ist verpflichtet, an Gemeinschaftsarbeiten teilzunehmen, sich ständig über Bekanntmachungen in den Aushängekästen der Anlage zu informieren. Im Falle der Nichtbeteiligung an der Gemeinschaftsarbeit sind die vom Verein festgelegten Umlagen zu zahlen. Diese Umlagen sind in der Gebührenordnung ersichtlich.
10. Abgabe der Parzelle
Jeder Kleingärtner ist verpflichtet, bei Abgabe seiner Parzelle (3 Monaten Kündigungsfrist) den Garten, sowie die Gartenlaube zu beräumen. Der Garten ist in einem einwandfreien Zustand dem Vorstand zu übergeben. Sollte der Pächter den Aufforderungen nicht nachkommen, ist der Verein berechtigt, auf Kosten des Vereins, die Parzelle, sowie die Gartenlaube zu beräumen und dem Pächter dies in Rechnung zu stellen. Sollte ein Nachmieter vorhanden sein, besteht die Möglichkeit Anpflanzungen und Baulichkeiten weiterzugeben. Dies bedarf der Schriftform.
Dazu sind Absprachen mit dem Vorstand notwendig.
11. Adressänderung
Adressänderungen bei Umzug sind dem Vorstand mitzuteilen, sofern der Pächter in Besitz seiner Parzelle bleibt.
12. Inkrafttreten
Diese Gartenordnung ist seit: 19.04.1991 in Kraft und bleibt auch mit der neuen Satzung vom 01.12.2009 weiterhin gültig.